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Schützt Beschneidung vor Aids?
Immer mehr Männer unterziehen sich einer Beschneidung. Dabei wird die Vorhaut rund um die Eichel operativ entfernt. Hier sammeln sich ansonsten Bakterien, die lästige Gerüchte hervorrufen. Bei den Muslimen und Juden (Brit Mila) ist die Beschneidung männlicher Babys ein wichtiges Ritual. Im 19. Jahrhundert wurden junge Männer in England beschnitten, da man glaubte, dass man so die Selbstbefriedigung unterbinden könnte. Inzwischen wird in Europa kaum noch beschnitten. Nun versucht die Weltgesundheitsorganisation WHO die Beschneidung wieder populär zu machen, insbesondere in Afrika, dass unter der Immunschwächekrankheit AIDS leidet. Nach einer Studie, reduziert ein beschnittener Penis das Risiko einer HIV-Infektion beim Geschlechtsverkehr um 60 Prozent, da die empfindliche und verletzungsträchtige Eichelschleimhaut nach der Entfernung der Vorhaut verhornt und Aidsviren eine geringere Chance haben. Das Risiko beim ungeschützten Geschlechtsverkehr mit HIV-infizierten Partnern wird zwar für beschnittene Männer geringer, das Risiko fällt aber nicht auf Null. Allerdings wäre es natürlich noch besser, ein Kondom zu benutzen. Die Beschneidung kann nicht als Ersatz für Safer Sex Techniken fungieren.
Aids wurde am 1. Dezember 1981 als eigenständige Krankheit erkannt und tritt in Gestalt einer Pandemie auf. 2006 ging die WHO von 2,9 Millionen Aidstoten aus, 39,5 Millionen lebenden Infizierten und etwa 4,3 Millionen Neuinfektionen im Jahr. Während der Anteil der HIV-Infizierten weltweit bei durchschnittlich etwa ein Prozent der 15 bis 49jährigen liegt, erreicht sie in einzelnen afrikanischen Staaten Werte um die 20 Prozent. Ein Fünftel der jungen Bevölkerung ist dort infiziert.
Schützt Beschneidung vor Aids?; Geschrieben am 21.05.2012
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